Ohne Bäume kein Leben
            Bäume spenden Leben. Bäume zu schützen ist Bürgerpflicht!

Spandauer Straße  Teil 1       


 

Die Spandauer Straße  (L 201)  ist unsere wichtigste Verbindungsstraße nach Berlin.  Mit zunehmender Bevölkerungsdichte wächst auch der Autoverkehr, insbesondere der Pendlerverkehr, von und nach Berlin.

Stau auf der Spander Straße von morgens bis in den späten Nachmittag. Erst in den Abendstunden, wenn alle Pendler daheim sind, tritt Ruhe ein...

Die Straße muss also erweitert werden, damit der Verkehr ohne längeren Stau abfließen kann .

Vom Kreisverkehr Hellweg bis zur Humboldtstraße haben die Bauarbeiten begonnen. 30 Linden wurden gefällt, einige wenige stehen nun auf diesem Abschnitt "so herum"...

Frau Paul, ehemalige Leiterin der Baumschutzgruppe, rief mich am 22. 3. 2017 an, ich möge schnell in die Spandauer Straße fahren und die Bäume fotografieren, besonders im Wurzelbereich. 

Sie vermutete, als sie mit dem Auto vorbei fuhr, dass beim Auskoffern der Straße die Baumwurzeln stark in Mitleidenschaft gezogen wurden (gekappt ohne zu versiegeln...?)

Ich konnte erst gegen Nachmittag zum Fotografieren hinfahren - zu diesem Zeitpunkt war die Straße schon wieder mit Bausand aufgefüllt.

 ob diese Linde überleben wird...

Wurzelballen ungeschützt

diese Wurzeln werden wohl vertrocknen...


obeirdisch  ist der Baum gut geschützt,  wie sieht es im Wurzelbereich aus?

ob die Restbäume das künftige Straßenbild bei  geplanten Nachpflanzungen  positiv prägen?

wie wird die Straße nach der Fertigstellung aussehen...?

"hier rollt der Verkehr" - Kurzvideo vom 22. März 2017

Spandauer Straße am 15. Februar 2009, kurz vor der Landesgrenze Berlin/Brandenburg- die Baumreihe weist schon einige Lücken auf... Nachpflanzungen sind erforderlich, um den Allee-Charakter zu erhalten

Spandauer Straße (Höhe Herlitzsiedlung) März 2017  -  es ist geplant, für den  zweiten Bauabschnitt diese Linden zu fällen. Es sind ca. 100 alte Linden - fast alle Linden könnten erhalten werden.

 

Experten (Planungsbehörde) empfehlen aber, alle Bäume im zweiten Bauabschnitt zu fällen, denn die Straße soll komplett ausgebaut werden. Eingriffe in die anliegenden privaten Grundstücke, die notwendig würden, falls die Linden erhalten werden sollten,  möchte man vermeiden. Um einen hohen Pflegeaufwand/Kontrolle (Standsicherheit, Verkehrssicherheit) der alten Linden käme man nicht herum... Daher wird eine Neupflanzung von drei Baumreihen empfohlen. Nachpflanzungen junger Bäume in bestehende Lücken wird  hinsichtlich ihrer Entwicklung als problematisch angesehen.

Wie wird man sich entscheiden - pro oder contra "100 Linden"...  

Verschwenkungen der Straßenführung, wie unten im Bild, machen den Verkehr nicht flüssiger und der einzelne Baum auf der Verkehrsinsel schafft es auch nicht, die anfallenden Mengen Feinstaub zu filtern...

Kluge und weitreichende Entscheidungen sollten für den gesamten Ausbau der Spandauer Straße getroffen werden - das betrifft insbesondere den zweiten Bauabschnitt von der Humboldtallee bis zur Stadt-/Landesgrenze Berlin

Der Kreisverkehr ist fertiggestellt - Foto Juni 2017 -  mit einigen Nachpflanzungen, aber auch mit kritischen Bemerkungen aus den Reihen der SVV:  u.a. für LkW sind die Spuren im Kreis zu schmal, die Randstreifen werden befahren, Übergänge für Sehbehinderte heben sich nicht deutlich genug vom Belag der Straße ab, Regenabfluss fehlt...

Spandauer Straße  Teil 2  

 


 Der Abschnitt Humboldtalle bis zur Landes-/Stadtgrenze Berlin  soll voraussichtlich in 2018 ausgebaut werden. Nach Ansicht der Planungsbehörde wäre es sinnvoll aus bautechnischen sowie auch aus wirtschaftlichen Aspekten alle 100 Linden zu fällen und im Zuge des Ausbaus der Straße später neue Linden zu pflanzen.   Obwohl nach vorliegendem Gutachten  89 von 100 Linden bei besseren Pflegemaßnahmen (Kronenpflege, Ausästung von Totholz usw.) stand- und verkehrssicher seien, soll dem Planungskonzept des Landesbetriebs Straßenwesen Potsdam gefolgt werden. In dem Gutachten wird allerdings dem Gros der Linden eine Lebenserwartung von mindestens weiteren 10 Jahren zugesprochen.

Es ist uns unerklärlich, dass das Gutachten keine Beachtung findet, auch unter dem Aspekt des gesetzlichen Alleenschutzes...

Natur- und Umweltschützer sowie Bürgerinitiativen stellen sich gegen die Pläne einer Totalfällung der Linden und haben am 17. Juni 2017zur Demo aufgerufen. Das Landesamt wurde angeschrieben mit der Bitte die Planung unter Beachtung des Erhalts der Linden zu überdenken/überarbeiten.

Bäume sind nicht nur schön anzusehen, sie erfüllen auch lebenswichtige Funktion für uns Menschen:

- Schattenspender - Luftkühlung - Feinstaubbindung

 

Bäume sind prägnant für unsere Stadt. Gerne wird mit dem "vielen GRÜN" geworben - der Zuzug aus Berlin ist enorm!

Wir hoffen, dass einvernehmliche Entscheidungen für den Erhalt der Linden getroffen werden.

Spandauer Straße im April 2017 - Blick in Richtung Stadzentrum, hier Höhe "Herlitzsiedlung"

Standort Verkehrsinsel am Mauerweg (Grenze zu Berlin) Blickrichtung Falkensee 

 Blickrichtung Falkensee Innenstadt - hier Höhe "Herlitzsiedlung"

Spandauer Straße - Blick in Richtung Falkensee

bewußter Blick auf die unterschiedlich austreibenden Bäume im April 2017- die Nachtfröste im April 2017 haben einigen Bäumen, nicht nur den Linden in dieser Straße, arg zugesetzt. Blüten- und Blattaustriebe sind erfroren...

Die Linden sollen teilweise ca. 100 Jahre alt sein, mit   einen Stammdurchmesser von bis zu 2 Meter.

Standort Nähe Mauerweg (Grenze zu Berlin) mit Blick in Richtung Berlin - schon sehr ausgedünnt, hier hätte man längst nachpflanzen können

Linden sehen nun mal so ein bissel "verkrüppelt" aus - es sind dennoch sehr wiederstandsfähige Bäume

Baustelle Spandauer-/Ecke Humboldtallee

Humboldtallee

Spandauer Straße Anfang Mai 2017 - diese wundervollen alten Bäume sollen nach Landesplänen total gefällt werden - ein Wahnsinn, wenn nicht eingelenkt wird

Diese schöne Landesstraße muss erhalten bleiben, trotz geplantem Ausbau der Fahrbahn, Rad- und Fußwege. Platz ist genügend vorhanden!!! Außerdem: Die Fahrbahn bleibt zweispurig - je Richtung eine Spur! Viele Bürger haben mit einem vierspurigen Ausbau gerechnet...

 

Was uns nicht gefällt...


 

Ein "Protzbau" , der nicht nur den Charakter der dörflich angelegten Straße sprengt, es werden auch die Vorschriften zur Lagerung von Baumaterialien unter bzw. an Bäumen (RAS-LP4) missachtet.  Das Grünflächenamt der Stadt Falkensee ist bei derartigen Fällen zu informieren. Inzwischen wurde auch die Baufirma kontaktiert.

Das Lagern von Baumaterialien an und direkt unter Bäumen ist nicht nur ein Problem in der Spandauer Straße. Die RAS-LP4-Vorschriften werden entweder aus Unwissenheit oder Bequemlichkeit nicht beachtet. Inzwischen sind aber auch die Bürger aufmerksam geworden und informieren die Stadtverwaltung, wenn Verstöße vermutet oder festgestellt werden.


 

 Bilder von der Demo am 17. Juni 2017 -

                                       die Spandauer Straße in der Presse 

Die Fällung von knapp 100 Linden in der Spandauerstraße ließe sich mit den von der BISF vorgeschlagen Alternativmaßnahmen verhindern. Die Bürgerinitiative "100 Linden" kämpft weiter für den Erhalt der Bäume.

Demo am 17. Juni in der Spandauer Straße - es war ein Kommen und Gehen... der Zuspruch hätte größer sein können - zumindest wurde gegenüber der Verwaltung sehr deutlich auf das Problem aufmerksam gemacht

auch Politiker tragen sich in die Unterschriftenliste gegen die Fällung der Linden ein - ca. 200 Unterschriften konnten wir sammeln sowie 500 online-Petitionen

der Vorsitzende der "BISF" (Bürgerinitiative Schönes Falkensee)  überzeugt mit Argumenten für den Erhalt der Linden unter Beachtung der notwendigen Straßenausbau-und verkehrstechnischen Maßnahmen

klick auf die Bilder zur Vergrößerung




aus dem Stadtjournal

Umweltgruppen/Naturschützer setzen sich verstärkt für den Erhalt der Linden ein... 

 


 

Das rbb-Fernsehen "Brandenburg Aktuell" hat am Freitag, 1. September 2017 eine Bestandsaufnahme zur Fällung bzw. Erhalt der 100 Linden im zweiten Bauabschnitt der Spandauer Straße (Humboldtalle bis zur Landesgrenze Berlin(Spandau) gemeinsam mit Falkenseer Bürgern, der "Bürgerinitiative 100 Linden" und Politikern (Landtagsabgeordnete Ursula Nonnemacher, Die Grünen u. Harald Petzold, Die Linke) vorgenommen.

Leider hat unsere Stadtverwaltung durch Abwesenheit geglänzt. 

Hier ein paar Eindrücke von der Veranstaltung am 1.9.2017 um 15 Uhr an der Rotunde in Bild und Movie


 






Die zahlreich angefertigten Plakate sind Ausdruck der Bürgerwünsche - unsere Stadtverwaltung hätte gut daran getan, an diesem Tag den Dialog mit den Bürgern zu suchen...


Das Team stimmt sich ein...

viele Bürger standen auch außerhalb des Drehortes

Interview mit Harald Petzold, Die Linke, Bundestagsabgeordneter

im Fo u.a. Vertreter der "Baumschutzgruppe Finkenkrug", der "Lokalen Agenda 21 Falkensee",  der Grünen... 

Interview mit einem Vertreter der "Bürgerinitiative Schönes Falkensee" - BISF

Am Sonnabend, 2.9.2017, wurde der Dreh ausgestrahlt. In der MAZ sind zwei Artikel erschienen (klick auf das Bild, Artikel ist hinterlegt)

Teil 1

Teil 2

Teil 3

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ein Hochzeitsauto fährt vorbei - ist für das Paar und ihre Kinder die Stadt auch in Zukunft noch

GRÜN

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Mit dem Auto durch Falkensee - von Falkenhain nach Falkenhöh, d.h. vom nördlichen Stadtrand bis zum westlichen Stadtrand (Berlin-Spandau)

Teil 1

Teil 2

Teil 3

Teil 4

Ende

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